Rückenschmerzen sind eine Volkskrankheit, die Millionen von Menschen betrifft. Die Schmerzen können akut oder chronisch sein und durch verschiedene Faktoren verursacht werden, wie z. B. Verspannungen, Fehlhaltungen, Verletzungen oder Verschleiß.
Biofeedback bei Rückenschmerzen
Die Therapie zielt darauf ab, die Muskelspannung im schmerzgeplagten Bereich bewusst zu reduzieren und somit die Schmerzen zu lindern. Die betroffene Muskulatur muss gerade beim Rückenschmerz nicht zwangsläufig der Rücken sein, auch andere verspannte Muskulatur kann sich in Rückenschmerzen äußern. Häufig werden die Sensoren aber an der Lendenwirbelsäule angebracht.


Wirksamkeit
Biofeedback hat sich als praktische Methode bei chronischem, nicht-spezifischem Rückenschmerz gezeigt und wurde in einem Review als wahrscheinlich wirksam bezeichnet. Durchschnittlich dauert die Behandlung ca. 8–10 Sitzungen.
Beispielhafter Behandlungsablauf
Zu Beginn wird wie üblich die psychologische Evaluation und ein psychophysiologisches Stress- und Entspannungsprofil durchgeführt. In diesem Fall können Sie auch weitere Assessments einfügen, wie Computerarbeit oder eine Überprüfung der unteren Rückenmuskulatur. Auf Basis dieser Assessments wird ein Plan erstellt und mit dem Klienten besprochen bzw. diesem erklärt.
Wie so oft in der Arbeit mit Biofeedback können hier auch einführende Einheiten zum Achtsamkeitstraining nützlich sein.
Danach geht es ins Training. Zuerst werden die Grundlagen der Atmung, die „Tiefenatmung“ und langsame Bauchatmung erklärt und erlernt. Anschließend das Gleiche für das Thema der Herzratenvariabilität. Zu diesem Zeitpunkt wird auch die resonante Atemfrequenz festgelegt.

Genau bei dieser Atemfrequenz wird dann für einige Sitzungen trainiert. Anschließend geht es mit einem Fokus auf Muskelspannung weiter. Dies beinhaltet das Training der Wahrnehmung (unter anderem auch kleinste Spannungen) und Entspannung nach Bewegung. Auch Dysbalancen können „angegangen“ werden.
Wenn Sie „fertig“ sind, vereinbaren Sie mit dem Klienten einige Follow-up-Sitzungen (mit größeren Abständen), damit Sie den weiteren Fortschritt und das Beibehalten der Erfolge überprüfen können.