
Asthma ist eine chronische Atemwegserkrankung, die die Atemwege beeinträchtigt und zu wiederkehrenden Anfällen von Atemnot, Husten, Engegefühl in der Brust und pfeifendem Atem führen kann. Diese Erkrankung betrifft Millionen von Menschen weltweit und kann in verschiedenen Schweregraden auftreten.
Die genauen Ursachen von Asthma sind noch nicht vollständig verstanden, aber genetische Veranlagung und Umweltfaktoren spielen eine Rolle bei der Entwicklung der Erkrankung. Eine effektive Behandlung und ein Managementplan können helfen, die Symptome zu kontrollieren und die Lebensqualität von Asthmatikern zu verbessern.
Behandlung von Asthma mit Biofeedback

Zwei Behandlungsformen sind am bekanntesten, um mit Asthma umzugehen: das Muskelentspannungstraining mittels EMG und das Training der Herzratenvariabilität.
Beim Herzratenvariabilitätstraining geht es darum, mittels Atmung die Anpassungsfähigkeit des Herzens und des Organismus zu fördern.
Beim Muskelentspannungstraining geht es darum, die Gesichtsmuskulatur (oder manchmal auch andere Muskulatur) zu entspannen.
Wirksamkeit
Auch wenn die Erfolge im mittleren Bereich lagen, konnten beide oben genannten Varianten in Studien Wirksamkeit zeigen.
Beispielhafter Behandlungsablauf
Wie üblich führen Sie eine psychologische Evaluation sowie ein Stress- und Entspannungsprofil durch. Besonderes Augenmerk wird dann auf ein Profil der Atmung gelegt, welches Sie anschließend mit dem Klienten besprechen (Sie können und sollten meiner Meinung nach auch auf die Gründe für Ihr Vorgehen eingehen).
Wahlweise können nun Achtsamkeitseinheiten und auch schon Hausaufgaben durchgeführt werden. Auch die Physiologie der Atmung kann besprochen werden.
Danach führen Sie einige Sitzungen durch, in denen eine tiefe und langsame Bauchatmung geübt wird. Nutzen Sie hierzu das Equipment, welches Ihnen zur Verfügung steht. Ideal ist für so etwas ein Kapnometer, aber da das nicht zur Standardausrüstung gehört, sollte „normales“ Atembiofeedback (Atemgurt) genügen. Wir bleiben dann bei der Atmung, erklären dem Klienten das Konzept der Herzratenvariabilität und bestimmen die resonante Atemfrequenz.
In den folgenden Sitzungen trainieren wir dann bei dieser Frequenz (das können durchaus einige Sitzungen sein). Sollten sich im Stressprofil andere auffällige Werte gezeigt haben, können Sie diese auch bearbeiten.
Wenn Sie „fertig“ sind, vereinbaren Sie mit dem Klienten einige Follow-up-Sitzungen (mit größeren Abständen), damit Sie den weiteren Fortschritt und das Beibehalten der Erfolge überprüfen können.