
Bluthochdruck, auch Hypertonie genannt, ist eine weit verbreitete medizinische Bedingung, die durch einen anhaltend erhöhten Blutdruck in den Arterien charakterisiert ist. Dieser Zustand kann ernsthafte gesundheitliche Probleme verursachen, da er das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfälle und Nierenschäden erhöht.
Bluthochdruck bleibt oft über einen längeren Zeitraum unbemerkt, da er in den meisten Fällen keine offensichtlichen Symptome verursacht. Eine rechtzeitige Diagnose und effektive Behandlung sind jedoch entscheidend, um potenzielle Komplikationen zu minimieren und die allgemeine Gesundheit zu schützen. In diesem Zusammenhang ist ein bewusster Lebensstil, der regelmäßige Bewegung, eine ausgewogene Ernährung und Stressmanagement umfasst, eine wichtige Präventionsmaßnahme gegen die Entwicklung von Bluthochdruck.
Behandlung von Bluthochdruck mit Biofeedback
Auch wenn es Verfahren gibt, welche hier direkt mit dem Blutdruck als Parameter selbst arbeiten, werden meist eher indirekte Verfahren verwendet. Diese indirekten Verfahren reichen vom Atembiofeedback (meistens) über Temperatur- bis hin zum Hautleitwert-Biofeedback und haben sich als erfolgreich erwiesen. In jüngerer Vergangenheit wurde auch das Biofeedback der Herzratenvariabilität vermehrt genutzt. Dieses geht Hand in Hand mit Atemtraining, aktiviert den Parasympathikus und entspannt Herz und Kreislauf. Neben einem wahrscheinlich allgemein besseren Befinden kann somit auch der Blutdruck reduziert und die medikamentöse Behandlung (in Absprache mit Medizinern) unterstützt werden.
Wirksamkeit

Die Datenlage ist als gut bewertet, das Training wurde in einem Review als „wirksam“ bezeichnet (das ist die zweithöchste Wirksamkeitsstufe). Erfreulicherweise sind diese Erfolge nicht temporär, sondern können über die Zeit aufrechterhalten werden. Sprechen Sie so etwas immer medizinisch ab, aber erfahrungsgemäß können meist auch Medikamente reduziert oder sogar abgesetzt werden.
Beispielhafter Behandlungsablauf
- Zu Beginn wird wie üblich die psychologische Evaluation und ein psychophysiologisches Stress- und Entspannungsprofil durchgeführt. Auf Basis dieser Assessments wird ein Plan erstellt und mit dem Klienten besprochen bzw. diesem erklärt.
- Wie so oft in der Arbeit mit Biofeedback können hier auch einführende Einheiten zum Achtsamkeitstraining nützlich sein.
- Danach geht es ins Training. Zuerst werden die Grundlagen der Atmung, die „Tiefenatmung“ und langsame Bauchatmung erklärt und erlernt. Anschließend das Gleiche für das Thema der Herzratenvariabilität. Zu diesem Zeitpunkt wird auch die resonante Atemfrequenz festgelegt.
- Genau bei dieser Atemfrequenz wird dann für einige Sitzungen trainiert. Anschließend wird das Training durch Temperatur-Biofeedback ergänzt; hier können mit der Zeit auch Schwierigkeitsfaktoren eingebaut werden.
- Wenn Sie „fertig“ sind, vereinbaren Sie mit dem Klienten einige Follow-up-Sitzungen (mit größeren Abständen), damit Sie den weiteren Fortschritt und das Beibehalten der Erfolge überprüfen können.